Amazon Conversion Booster: 10 Tipps für mehr Sales

Amazon Conversion Booster: 10 Tipps für mehr Sales

Viele Seller diskutieren gerne über Produktideen, externen Traffic, E-Mail Follow Ups und ähnliche Dinge.

Dabei ist mir aufgefallen wie oft doch die Basics vergessen werden. Amazon FBA ist kein Selbstläufer und neben einem anständigen Produkt gilt es auch hier viel Zeit und Mühe in die Optimierung hinein zu stecken.

Immer wieder kochen auch die PPC Diskussionen hoch, es werden Fragen gestellt und der Verkäufer wundert sich warum er keine Sales bekommt. Hier ist die (wenig) überraschende Antwort:

Conversion Rate

On Page Optimierung ist auf Amazon das A und O. Klar, Launches sind wichtig und Produktauswahl, externer Traffic oder PPC ebenfalls. Das alles bringt dich aber kaum nach vorne wenn du die generierten Besucher nicht in Käufer umwandelst. Sicherlich hast du schon einiges gelernt und wenn du unseren Blog aufmerksam verfolgt hast auch den ein oder anderen Tipp aufgeschnappt, aber ich bin sicher das ein oder andere Goldnugget findet sich auch für deine Conversion Rate Optimierung auf Amazon noch.

Hier sind meine Top 10 Tipps für mehr Sales auf Amazon!

#1 Blickwinkel

Jedes Produkt sollte ein ansprechendes Titelbild haben. Die Qualität der Bilder alleine reicht jedoch nicht aus. Auf Amazon macht es Sinn die Produkt so anzuordnen das der Blick des Kunden automatisch auf den Titel/ die Bullet Points mit den Vorteilen und letztendlich auf den “Kaufen-Button” gelenkt wird.

Amazon Produktfotos

Durch das schräge Ausrichten der Eiswürfelform im Beispiel wird der Kunde direkt in die richtige Richtung geschubst und die Conversion erhöht sich im besten Fall. So sollte bei der Verwendung von Modellen auch immer darauf geachtet werden das die Blickrichtung gen BuyBox geht.

#2 Titel

Nicht nur für das Ranking sondern auch für die Anzahl der Verkäufe auf Amazon ist der Produkttitel von entscheidender Bedeutung. Wichtige Keywords die du in AMALYZE oder anderen Quellen entdeckt hast sollten hier Verwendung finden. Das kann spezielles Material sein, Vorteile des Produkts oder auch Eigenschaften wie Farbe, Größe und ähnliches. Gerade Konkurrenzbeobachtung kann dir hier weiterhelfen um zu sehen welches die wichtigsten Dinge sind die du im Titel haben solltest.

Titel Optimierung Amazon

 

Dieser Teil ist auch einfach viel zum ausprobieren und testen. Ändere hin und wieder einen Teil des Titels um den Effekt zu beobachten. Aber Achtung: nicht zu oft und nicht Bilder, Titel, Bullets und andere Dinge gleichzeitig oder du verlierst den Überblick.

#3 Streichpreise

{Vorsicht Abmahnung: Der Artikel darf nicht grundsätzlich zu einem künstlichen Streichpreis angeboten werden. Der Rabattpreis muss eine Ausnahme sein.}

Im Vergleich zu herkömmlichen, regulären Preisen vermitteln die durchgestrichenen Zahlen und die rote Farbe eine Dringlichkeit die Listingbesucher zum kaufen veranlasst.

Streichpreise Amazon

Dadurch kannst du deine Conversion erhöhen oder vielleicht auch nur kurzfristig die Sales pushen zu besonderen Anlässen wie z.B. in der Weihnachtszeit. Zusätzlich zeigt Amazon dort auch die Prozente an die der Kunde spart.

{Vorsicht Abmahnung: Der Artikel darf nicht grundsätzlich zu einem künstlichen Streichpreis angeboten werden. Der Rabattpreis muss eine Ausnahme sein.}

#4 Bullet Points

Neben dem Titel sind auch die Bulletpoints sehr wichtig für die Information des Kunden. Je nachdem wie diese formuliert sind können Sie sogar einen großen Unterschied in deiner Conversion Rate machen. Beachte auch das in der mobilen Ansicht teilweise nur 3 Bullet Points angezeigt werden.

Wichtig ist das hier keine Funktionen aufgelistet werden sondern Vorteile. In unserem Beispiel steht dort also nicht “Aus Silikon” sondern “Flexibel einsetzbar” so das der Kunde gleich erkennt was für ihn der Vorteil ist an diesem Produkt. Ähnlich lassen sich die Stichpunkte auf Amazon bei jedem Produkt anwenden.

Bullet Points

 

Die wichtigsten Punkte kannst du zu beginn der Aufzählung groß schreiben oder anderweitig hervorheben. Natürlich solltest du auch hier immer wieder individuell auf die Style Guides deiner Kategorie achten um kein Risiko einzugehen.

#5 Action Pics

Viele Besucher können sich die Produkte nur schwer in Benutzung vorstellen. Hier kannst du deine potentiellen Kunden an die Hand nehmen und Bilder einstellen die dein Produkt in Action zeigen. Das können Bilder in einer anderen Umgebung sein oder auch mit Personen die das Produkt gerade nutzen.

Eiswürfel in Benutzung

So kann der Besucher direkt sehen wie es gedacht ist und sich überlegen ob es für ihn passt. Denk daran auch bei diesen Bildern immer Tipp #1 zu beachten um maximalen Erfolg zu erzielen.

#6 Preis

Häufig überschätzt aber überaschender Weise bei einigen Produkten auch unterschätzt ist die Auswirkung des Preises auf die Conversion Rate. Hier kannst du sehr viel testen und ausprobieren um zu sehen welcher Preis am besten funktioniert. Möglichkeiten wären zum Beispiel:

  • ein deutlich höherer Preis (z.B. 30€ anstatt 20€)
  • ein deutlich geringerer aber immer noch profitabler Preis
  • Preis endet auf 95 cent oder 99 cent
  • ungerade Preise die auf 97 cent oder 63 cent etc. enden

Die Möglichkeiten zum testen sind fast unendlich. Wenn du dir hier einige Arbeit sparen möchtest empfehle ich mal bei SellerLogic vorbei zu schauen. Dieses Tool ändert nach deinen Vorgaben den Preis bis zu mehrere hundert Mal täglich und findet so den Sweet Spot mit den höchsten Absätzen.

#7 Reviews

Never ending Story: Bewertungen. Auch nach den letzten Updates ist es nach wie vor sehr wichtig ausreichende und gute Bewertungen zu haben. Du solltest versuchen gerade zu Beginn schnell an mindestens fünf Bewertungen zu kommen um deine Conversion auf ein vernünftiges Maß anzuheben. Falls du die Möglichkeit hast an mehr Bewertungen zu kommen z.B. durch deine eigenen Email Liste mit Käufern aus deinen Shop oder anderen Quellen solltest du dies auch nutzen.

Im Ausland kannst du auch ein E-Mail Follow Up Tool einsetzen um Bewertungen zu generieren, in Deutschland gestaltet sich das eher schwierig. Umgekehrt ist es natürlich auch sinnvol negative Bewertungen durch guten Kundenservice in positive Stimmen zu verwandeln oder zumindest mit einem Kommentar darauf zu reagieren.

#8 Masse statt Klasse

Auch die reine Anzahl der Produktbilder spielt eine Rolle. Kunden können deine Ware nicht anfassen und wollen daher genau sehen was es zu kaufen gibt. Fotografiere deine Produkte von allen Seiten, mit Verpackung und ohne, in Benutzung oder vor weißem Hintergrund und so weiter. Du wirst schnell merken das deine Conversion besser ist bei einem Listing mit mindestens sieben Bildern als nur einem Hauptbild.

 

Amazon Anzahl Bilder

Gerade größere Brands vernachlässigen diesen Punkt oft, da hast du als Private Label Verkäufer schon die erste Chance dich besser aufzustellen. Nutze Sie!

#9 Beschreibung

Die Beschreibung bietet dir jede Menge Fläche um gute Dinge über dein Produkt zu erzählen. Schreibe einen ansprechnden Text und füge her nicht nur eine 1:1 Kopie deiner Bullet Points ein. Mit einfachen HTML Tags wie Absätzen oder Fettschrift kann man schöne Effekte erzielen um die Beschreibung anschaulicher zu gestalten. Aber vorsicht: Nicht alle Kategorien erlauben das und du solltest vorher die Style Guides lesen oder den Suppor kontaktieren falls du HTM nutzen möchtest.

Wenn du über einen Vendor Account verfügst bietet es sich an A+ Content zu nutzen der problemlos schöne HTM Seiten und sogar Fotos in der Beschreibung erlaubt. Allerdings kostet dieser besondere Content Geld, er lohnt sich also nur für Produkte mit einer guten Marge.

#10 Fragen

Je nach Produktkategorie und Einsatzgebiet deiner Produkte tauchen immer wieder die gleichen Fragen von den Kunden auf. Amazon hat das erkannt und eine Frage/ Antwort Funktion eingebaut die du nutzen kannst um deine FAQ zu posten.

Kundenanfragen Amazon

Bitte jemanden hier eine Frage zu stellen von der du weißt das sie häufig aufkommt und beantworte sie ausführlich. So können Interessenten schon vor der Kaufentscheidung Zweifel ausräumen und deine Conversion Rate geht hoch.

Philip K.

Philip K.

Philip Kleudgen hat bis Juni 2017 den Blog auf privatelabeljourney.de geschrieben, wo er anderen Amazon Verkäufern hilft ihr Business auszubauen. Seitdem betreibt er amaclick.de wo er Amazon PPC Coaching und Dienstleistungen anbietet. Privat ist er Vater einer kleinen Tochter, VW Bus Fan und selbst begeisterter Amazon Verkäufer.


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3 comments

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  1. Gleb Bäumler
    Gleb Bäumler 25 January, 2017, 18:38

    Hallo Philip,

    schöner Artikel, vielen Dank! Darf ich dich fragen, was du für die Kästen und Pfeile in den Bildern deiner Artikeln benutzt? Meine Bilder sehen immer so grottenhässlich aus. 😀

    Beste Grüße,
    Gleb

    Reply this comment
    • Philip K.
      Philip K. Author 1 February, 2017, 12:13

      Hey Gleb,

      danke dir 🙂 Das ist Snagit von den Camtasia-Machern damit kannst du Screenshots machen und direkt bearbeiten.

      Reply this comment
  2. Lisa
    Lisa 27 January, 2017, 13:36

    Danke für tollen Infos! Wie immer TOP!

    Reply this comment

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