Amazon FBA ist tot.

Amazon FBA ist tot.

Lang lebe Amazon FBA.

Immer wieder bekomme ich Emails oder lese Kommentare in Facebook Gruppen wo jemand fragt ob sich Amazon FBA überhaupt noch lohnt.

Jeden Monat kommen neue Verkäufer aus Europa, China und den USA hinzu und die Konkurrenz wird stärker. Gleichzeitig brechen einige weg die es finanziell nicht geschafft haben.

Das klingt nicht so verlockend.

Aber viele Dinge sind anders als sie scheinen, betrachten wir doch mal die Argumente und Fakten etwas genauer. Außerdem: Totgesagte leben länger!

Die Entwicklung von Amazon FBA

Die Nachfrage nach diesem Geschäftsmodell ist in den letzen Jahren enorm angestiegen. Geführt von den USA aber auch hier bei uns interessieren sich mittlerweile immer mehr Selbstständige und kleine Unternehmen für den Handel auf Amazon und Private Labeling.

Google Trends FBA

 

Das bestätigt natürlich meine Theorie das jedes Jahr mehr Händler auf den Marktplatz kommen und sich gegenseitig die Marktanteile weg nehmen wollen,  aber Konkurrenz belebt das Geschäft. Da wir alle hauptsächlich in Nischen tätig sind sehe ich das gar nicht mal so eng.

Wie wir in älteren Artikeln schon berichtet haben ist es natürlich nicht ratsam einfach ein 0815-Produkt mit dem eigenen Logo zu labeln (wenn überhaupt) und es zu Amazon zu senden um über FBA Verkäufe zu erzielen. Mittlerweile sollte man schon etwas pfiffiger vorgehen und den Kunden tatsächlich einen Mehrwert bieten mit verbesserten Funktionen, toller Verpackung und hervorragendem Kundenservice.

 

Händler Amazon.de

Händler auf Amazon.de (in Tausend) Quelle: Statista

 

Insgesamt wird ja auch der Kuchen größer den sich alle teilen, da Amazon eine beachtliche Entwicklung hingelegt hat die letzten Jahre. Daher können auch mehr Händler von dem Geschäft leben.

 

Umsatz Amazon DE und Weltweit - Statista

Umsatz von Amazon – Quelle: Statista

Natürlich macht es Sinn sich mit anderen Kanälen zu beschäftigen und nicht nur auf ein Pferd zu setzen. Daher solltest du versuchen dich zumindest ansatzweise unabhängig von deinem Amazon Account zu machen. Durch Partnerschaften, externen Traffic, online Shop und andere ergänzende business Modelle kommst du dem schon ein gutes Stück näher.

Vorteile des FBA Trends

Sicherlich verändern sich die Rahmenbedingungen in vielen Geschäftsfeldern mit der Zeit. Gefühlt geht im Bereich Amazon und FBA alles ein bisschen schneller – handelt es sich doch eher um ein Business in Reichweite der klassischen make-money-online Angebote, wenn auch etwas auf der seriöseren Seite.

Und mit dem Geld kommen die Goldgräber und Schaufelverkäufer. Natürlich kannst du dich jetzt aufregen das andere Menschen mit Service- und Informationsprodukten Geld verdienen (unter anderem auch ich, Gil und Thomas 😉 ) oder du nimmst das Angebot einfach dankbar an.

Vor wenigen Monate oder sogar Jahren waren die Information zu diesem Thema begrenzt bzw. nicht vorhanden und erst recht nicht in deutscher Sprache. mittlerweile gibt es natürlich jede Menge Lesestoff zu dem Thema, hier ist eine kleine Auswahl an hilfreichen Seiten zum Thema Amazon FBA:

  • Import Dojo wo Manuel Becvar dir alles nötige zum Thema Asia Sourcing beibringt
  • Private Label Tagebuch in dem Johannes Ungerer berichtet über seine Reise als FBA Seller
  • FBA in Germany ist ein weiterer Tagebuch Blog wo Kevin beschreibt welche Erfolge er hat und welche Hürden kommen
  • Officeflucht von Bastian Barami ist nach wie vor einer meiner lieblings Blogs der über Amazon und unabhängiges Arbeiten schreibt
  • Shop Doc gibt auf seinem Blog Infos zu wechselnden Amazon Themen
  • Seitengasse ist ein junger FBA Blog auf dem Daniel Wiegand sehr analytisch an das FBA Erlebnis heran geht und auch mit super Excel Tools weiterhilft alle Kosten im Auge zu behalten

Darüber hinaus gibt es neben unserem eigenen Blog noch viele weitere Seiten die dich zu dem Thema beraten. Damit hast du einen enormen Wissensvorsprung den viele Händler vor zwei Jahren noch nicht hatten.

Darüber hinaus erleichtern dir mittlerweile viele Software Tools und Service Angebote den Weg. Viele davon findest du auf unserer Ressourcen Seite wo du sogar nach Kategorie filtern kannst um beispielsweise Hilfe bei der Produktrecherche, beim Sourcing oder deinem PPC zu bekommen.

Was bedeutet das für dich?

Es bedeutet du solltest dich vernünftig informieren bevor du Hals über Kopf in ein neues Geschäftsmodell einsteigst (das gilt nicht nur für FBA). Sei es um erfolglose Produkte zu vermeiden, unnötige Kosten oder auch rechtliche Konsequenzen. Dazu gehören Dinge wie:

  • Finanzplanung (hast du genug Geld für den Einstieg und wie viel verdienst du überhaupt an den Produkten?)
  • Steuerrechtliche Dinge (Verkauf im Ausland, Kleinunternehmerreglung etc.)
  • Produktauswahl (ist die Marge überhaupt groß genug?)
  • Logisitik (Schiff oder Express Air, welcher Logisitker, Zoll…)
  • Zertifikate und Kennzeichnungen (erfüllt dein Produkt gesetzliche Vorgaben?)
  • Amazon als Plattform (SEO, Bedienung Backend, PPC…)

Dies sind nur einige Dinge über die du vor dem Einstieg nachdenken solltest. Das wird dir helfen sauber zu planen und dich nicht zu verrennen um am Ende gegen die Wand zu fahren. Viele Unternehmer machen zu Beginn ihrer Karriere Fehler – ich auch – und das ist ok und ganz normal. Dennoch solltest du zumindest bestmöglich vorbereitet sein auf kommende Ereignisse.

Fazit

Zusammengefasst bin ich der Meinung das Amazon FBA natürlich NICHT tot ist. Im Gegenteil es bietet nach wie vor extreme Möglichkeiten um ins eCommerce einzusteigen und eignet sich daher als Start super. Mit genügend, zeit, Geld und Vorbereitung ist der Einstieg auch in 2017 und darüber hinaus gut machbar.

Du siehst das anders? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Philip K.

Philip K.

Philip Kleudgen hat bis Juni 2017 den Blog auf privatelabeljourney.de geschrieben, wo er anderen Amazon Verkäufern hilft ihr Business auszubauen. Seitdem betreibt er amaclick.de wo er Amazon PPC Coaching und Dienstleistungen anbietet. Privat ist er Vater einer kleinen Tochter, VW Bus Fan und selbst begeisterter Amazon Verkäufer.


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4 comments

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  1. Johannes Ungerer
    Johannes Ungerer 9 April, 2017, 23:52

    Hi Phillip, vielen Dank für die Erwähnung! 🙂
    Amazon FBA ist einfach der Handel mit physischen Produkten. Den wird es immer geben und das wird immer “funktionieren”. Ob nun auf Amazon oder wo auch immer.
    IMoment hat Amazon einfach das stärkste Wachstum und dadurch für uns Händler das größte Potential 🙂
    Dein Artikel spricht mir aus der Seele!
    Liebe Grüße
    Hannes

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  2. Alex
    Alex 16 May, 2017, 23:41

    Cooler Artikel und danke für die ganzen Infos!
    Ich bin mitlerweile schon gut informiert und werde in den nächsten Tagen auch mein Gewerbe anmelden 😀
    Bei einer Kleinigkeit bräuchte ich aber nochmal einen Rat bzw Hilfe 😀

    “Zertifikate und Kennzeichnungen (erfüllt dein Produkt gesetzliche Vorgaben?)”
    Da ich Produkte vertreiben möchten, die in Berührung mit dem Körper kommen brauche ich bestimmt irgendwelche Zertifikate.
    Nur weiß ich leider überhaupt nicht woher ich solche bekomme und welche ich brauche, geschweige denn wen ich bei so etwas fragen mus?? :/

    Wäre wirklich super, wenn du mir eventuell weiterhelfen könntest.

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    • Philip K.
      Philip K. Author 18 May, 2017, 17:10

      Hi Alex,

      das ist der Trick bei der Sache 😉 Wenn es so einfach wäre würde es tatsächlich jeder machen. Aber zu Beginn wäre eine Anfrage in der großen Facebook Gruppe sicherlich hilfreich dazu Google und vielleicht ein Anruf beim Tüv Rheinland. Damit solltest du schonmal um ein vielfaches weiter sein als jetzt.

      Viel Erfolg!

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