7 Fehler die garantiert jedes Amazon Ranking zerstören

by Philip K. | 18. May 2017 17:08

Jeder macht mal Fehler.

Diese hier machst du aber besser nicht.

Auf Amazon reichen schon Kleinigkeiten um den Strom der Verkäufe versiegen zu lassen.

Als wäre es nicht schon schwierig genug sich vernünftig in den Suchergebnissen zu platzieren gibt es eine Reihen von Dingen die dafür sorgen das du deine Platzierung schnell wieder los bist.

Um dich weitestgehend davor zu bewahren oder dir diese Umstände nochmal in Erinnerung zu rufen zeige ich dir hier wie du bestmöglich dein Amazon Ranking halten kannst.

Amazon SEO – Onpage Optimierung ist nur die halbe Miete

Jeder der schon länger als ein paar Wochen verkauft kennt das:

Du denkst gerade das du dich gut aufgestellt hast, bist für einen Moment unaufmerksam und schon ist es passiert. Dein Produkt sackt ab wie ein Stein im Wasser und deine Verkäufe gehen gegen null.

#1 Out of Stock

Der Klassiker. Sei es aufgrund von mangelndem Kapital oder Nachlässigkeit – out of Stock zu gehen ist keine Option. Wenn du ausverkauft bist verschwindest du nicht nur aus den Suchergebnissen (falls du der einzige Verkäufer bist) sondern auch dein vorhandenes Ranking sinkt.

Kommt dann später wieder Ware bei Amazon an startest du selten dort wo du aufgehört hast sondern meist auf Seite fünf ganz unten oder wo auch immer, jedenfalls nicht gerade von der Pole Position. Marketplace Analytics hat dazu letztes Jahr einen Test gemacht und die Ergebnisse veröffentlicht[1].

Überraschenderweise ist es laut dieser Studie besser kurz out of Stock zu gehen als massiv die Preise zu erhöhen um Lagerbestand zu halten. Insgesamt solltest du aber darauf achten immer genug Produkte vorrätig zu haben um maximal von deinem Ranking zu profitieren.

#2 PPC ausschalten

Amazon PPC kann dir nicht nur helfen deinen Absatz zu steigern und mehr zu verkaufen sondern auch dein organisches Ranking verbessern[2] durch die über Keywords generierten Verkäufe und erhöhte Sichtbarkeit im allgemeinen. Daher kannst du auch den umgekehrten Effekt erzielen wenn dein Produkt zu verschiedenen Schlüsselwörtern in der Amazon Suche rankt und du dein PPC abschaltest.

Schlagartig werden die Verkäufe und auch der Traffic auf deinem Listing reduziert – auch Amazon bemerkt diese Signale. Wenn du also signifikanten Umsatz über PPC Kampagnen generierst  solltest du selbst bei einer break-even Kalkulation weiter bezahlten Traffic kaufen um dein Ranking zu halten.

#3 No Sales

Sollten aus irgend einem Grund deine Sales stoppen z.B. weil du externen Traffic gekauft hast und dies jetzt nicht mehr tust oder einer der folgenden Punkte zutrifft geht dein Ranking zügig in den Keller. Amazon belohnt deinen Traffic, deine Sales und viele andere Dinge im Suchalgorithmus, die genaue Formel wird ähnlich wie bei Google leider nicht bekannt gegeben.

#4 Negative Bewertungen

Negative Bewertungen[3] können sich in der Folge auch negativ auf dein Ranking auswirken. Falls du dich nicht darum kümmerst diese Bewertung entfernen zu lassen, zu beantworten oder mit neuen guten Bewertungen zu “überdecken” kann deine Conversion Rate massiv darunter leiden. Ebenso der Traffic auf dein Listing wird weniger aufgrund einer niedrigeren CTR in den Suchergebnissen und deinen PPC Anzeigen.

#5 Anderes Produkt rankt besser/ überholt dich Preis etc. 

Ein Punkt den du leider nur bedingt bis gar nicht beeinflussen kannst ist deine Konkurrenz. Selbst wenn du lange Zeit Bestseller warst kann jemand kommen mit mehr Geld, mehr Traffic oder einfach einem besseren Produkt. So reguliert sich der Markt schnell selbst.

Falls dir das passiert rutschst du im Ranking automatisch nach unten da der Konkurrent deinen Platz einnimmt. Hier hilft dann nur besseres Marketing[4], Preisanpassungen oder auch ein Relaunch deiner Produkte. Vielleicht kannst du ja die Chance nutzen und eine verbesserte Version sourcen, wer weiß?

#6 Retourenquote

Die Qualität deiner Produkte sollte immer top sein ansonsten fängt deine Retourenquote an zu steigen und dein Verkäuferkonto als Ganzes gerät in Gefahr. Nicht nur dort bekommst du in Sellercentral eine Warnung angezeigt, sondern auch deine negativen Bewertungen oder Verkäuferbewertungen werden mehr. Insgesamt kann auch die Stärke bzw. Performance deines Verkäufer Account ein Punkt sein der in die Rankings mit einfließt.

#7 Saisonalität

Wenig überraschend fallen saisonale Produkte im Ranking sobald die Saison vorbei ist. Egal ob es sich hier um Weihnachtsartikel, Muttertagsgeschenke oder Hochzeitsartikel im Sommer handelt. Beachte diesen doch eher starken Effekt bei deiner Produktauswahl und source gleichmäßig für das ganze Jahr oder Saison unabhängige Artikel.

Hier sind hauptsächlich breitere Keywords betroffen: Ein Winterschuh wird möglicherweise im November für “Schuhe Herren” und “Winterschuhe” ranken aber im August nur noch für “Winterschuhe” – weil er dort immer noch relevant ist – jedoch für “Schuhe Herren” ranken jetzt verschiedene Trecking Sandalen.

Fazit

Egal welcher dieser Fehler dich betrifft, viele davon sind vermeidbar. Mit der richtigen Vorbereitung kannst du nicht nur ein gutes Ranking erreichen sondern dieses auch über die Lebenszeit deines Produktes erhalten. Voraussetzung sind natürlich das du dich zumindest mit den Basics auskennst und einen vernünftigen Artikel gelauncht hast.

Du kennst noch weitere Stolperfallen die hier nicht erwähnt werden? Hinterlasse einen Kommentar und lass uns teilhaben!

Endnotes:
  1. Test gemacht und die Ergebnisse veröffentlicht: https://marketplace-analytics.de/blog-amazon-lagerbestand-ranking-verlust
  2. organisches Ranking verbessern: http://www.cpcstrategy.com/blog/2016/03/sponsored-products-amazon-organic-rank/
  3. Negative Bewertungen: http://privatelabeljourney.de/schlechte-produktbewertungen-entfernen/
  4. besseres Marketing: http://privatelabeljourney.de/deine-amazon-produkte-mit-psychologie-zum-bestseller-machen/

Source URL: http://privatelabeljourney.de/amazon-fehler/