Ein Leben nach dem Amazon?

Ein Leben nach dem Amazon?

Zu Gast heute bei uns David Pohlmann von Billbee mit einem tollen Beitrag zum Thema Multichannel…

 


Ein Leben nach dem Amazon?

Ein ungewöhnlicher Titel für einen Post hier auf Private Label Journey. Hier geht es doch ausschließlich um Amazon, oder? Und ist Private Label nicht gleichbedeutend mit Amazon, Amazon FBA etc.? Ich meine nein. Ich vertrete hier die Gruppe der Multichannel-Anhänger, bin seit Anfang 2016 bei Billbee (dazu später mehr) und wurde von Gil gebeten, genau DARÜBER, also über das Verkaufen auf ANDEREN Kanälen zu schreiben.

Warum Multichannel neben Amazon?

Mehr Kanäle bedeuten mit großer Wahrscheinlichkeit auch mehr Kunden und folgerichtig mehr Verkäufe. Zusätzlich verlangen alle großen Marktplätze, inklusive Amazon, natürlich eine saftige Provision, wie ihr alle wisst. Das bedeutet unterm Strich, eine entsprechend tragfähige Marge vorausgesetzt, dass auch mehr Gewinn hängen bleibt.

Aber die Erhöhung der Reichweite ist nicht der einzige Vorteil vom Multichannel- bzw. Marktplatz-Vertrieb. Gerade in Kombination mit einem eigenen Online-Shop, stellen Marktplätze, bzw. die Platzierung von Produkten auf selbigen, eine nicht zu unterschätzende Marketing-Möglichkeit dar, gerade für junge und unbekannte Unternehmen: Ein entsprechendes Branding (gerade bei Plattformen wie eBay, die einem sehr viel Gestaltungsraum bieten) lenkt das Interesse der Käufer weg vom eigentlichen Produkt auf den dahinterstehenden Händler.

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Welche anderen Kanäle sind die richtigen?

Zum einen gibt es natürlich neben Amazon noch weitere klassische Marktplätze, die natürlich weniger Präsenz als die Nummer 1 haben, aber trotzdem eine nicht zu unterschätzende Kundenbasis aufweisen. Auch wenn eBay hier nach wie vor an zweiter Stelle steht, wird hier das Feld auch gerade sicher etwas durchgemischt: real.de kauft Hitmeister, Karstadt kauft Hood.de und Rakuten investiert Millionen in die Bekanntheit seiner Marke inkl. Trikotsponsoring beim FC Barcelona. Was daraus wird bzw. wie sich die Amazon-Konkurrenz hier schlägt, werden die nächsten Monate und Jahre zeigen.

Dazu kommen sogenannte Nischen: Klassiker sind hier sicher die DIY-Marktplätze wie DaWanda oder Etsy, aber auch Neulinge wie gebraucht.de oder der auf Öko & Bio spezialisierte Avocado Store.

Mein absoluter Liebling ist aber nach wie vor der eigene Online-Shop. Gerade für Eigenmarken ist ein eigener Shop (und eben nicht nur eine Landing Page mit Ref-Link zu Amazon) ein echtes Multitalent: Auf der einen Seite stehen die höheren Margen bei gleichem Verkaufspreis. Außerdem haben wir in einer Analyse von über 3.000 Multichannel-Händlern nachgewiesen, dass die Warenkörbe bei Amazon am kleinsten und im eigenen Shop am größten sind, also der Umsatz pro Bestellung deutlich höher ist.

Auf der anderen Seite, und das ist meiner Meinung nach der wesentlich wichtigere Punkt, steht das Marketing, das “Online-Schaufenster”. Private Label Produkte die noch keine oder wenig Bekanntheit haben werden auch von Amazon Käufern immer wieder auch außerhalb des Marktplatzes gesucht, um weitere Informationen, unabhängige Meinungen oder ähnliches zu finden. Wird der Artikel aber nur auf Amazon angeboten werden Käufer schnell skeptisch. Selbst, wenn etliche positive Rezensionen vorhanden sind. Dafür bietet der eigene Marken-Shop die ideale Bühne, um den Artikel “unabhängig” bzw. außerhalb von Amazon professionell zu präsentieren.

“Aber ich will kein eigenes Lager – und liebe FBA!”

Das Problem beim Thema Multichannel scheint für Amazon-Händler vor allem das zu sein, was einer der großen Vorteile von Amazon ist: Lager, Logistik und Versand. Die komplette Kette wird beim Verkaufen auf Amazon in großen Teilen über das FBA Programm direkt vom Marktplatz übernommen. Lieferung vom Hersteller direkt (oder über eine Zwischenlagerung) direkt zu Amazon, Verpackung, Versand, Retourenmanagement, alles völlig unkompliziert und wie Webinterface steuer- und regelbar.

Doch beim eigenen Shop oder dem Verkauf über einen anderen Marktplatz muss ich auf diese Vorzüge verzichten, oder?

Nicht wirklich, denn Amazon bietet seinen FBA Service seit einiger Zeit auch für Bestellungen aus anderen Kanälen an, den sogenannten Amazon Multichannel Versand. Das heißt ganz konkret, dass Ihr Bestellungen, die über Kanal XY eintreffen, trotzdem ganz klassisch via FBA und von Amazon verschicken lassen könnt, inkl. Retourenmanagement und allem, was dazu gehört. Dazu muss die jeweilige Sendung einfach über ein Tool oder direkt im Seller Central eingetragen werden.

“Alle unter einem Dach” – wie manage ich das?

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Der zweite Punkt, der viele Amazon-Händler abschreckt, ein “neues Fass” aufzumachen, ist der administrative Overhead, also die alltäglichen Prozesse und Aufgaben, die nunmehr eben doppelt oder dreifach erledigt werden müssen. Dazu zählen das Erstellen & Verschicken von Rechnungen, etwaige Kundenkommunikation (oder zumindest Statusänderungen im entsprechenden Kanal) wie die Versand- oder Zustellbestätigung aber auch das Bereitstellen von notwendigen Informationen für den Steuerberater.

Das Ganze ist auch mit Amazon allein schon eine ordentliche Hausnummer. Bedenkt man aber, dass man ggf. zwei oder noch mehr Kanäle analog mit Artikeln versorgen, die Bestände immer synchron halten (um Überverkäufe zu vermeiden) und für alle Kanäle die After-Sales-Prozesse regeln muss, scheint der Aufwand schlicht nicht angemessen zu sein.

Zum Glück gibt es aber inzwischen einige Tools & Lösungen, die genau bei dieser Arbeit und den anfallenden Tätigkeiten im Leben eines Multichannel-Händlers unterstützen sollen. Und so eine Lösung ist auch Billbee, die genau diese Funktionen bietet:

  • alle Kanäle – eine zentrale Plattform zur Verwaltung
  • Rechnungserstellung & Kundenkommunikation
  • Zahlungsabgleich
  • Bestandsabgleich
  • Versand (inkl. Amazon Multichannel Versand)
  • u. s. w.

Damit ist es also möglich, alle nach dem Kauf anfallenden Prozesse & Tätigkeiten genau wie beim Single-Channel in einer einzigen Plattform zu erledigen, ohne dass überhaupt auffällt, dass man vllt. gerade Bestellungen aus Amazon, eBay und dem eigenen Online-Shop bearbeitet.

Automatisierung 2.0: Shop – Billbee – Amazon

Im Idealfall ist die ausgewählte Lösung dann noch dazu in der Lage, flexible und auch komplexere Regeln zur Automatisierung abzubilden. Das heißt konkret, dass bestimmte Trigger innerhalb eines Bestell-Workflows wiederum Aktionen auslösen, die z.B. noch durch Bedingungen eingeschränkt werden können.

In Billbee kann damit z.B. auch folgendes Szenario abgebildet werden:

  1. Bestellungen werden zu jeder vollen Stunde eingelesen
  2. Beim Einlesen eines Auftrags wird geprüft, ob dieser aus dem Shop XY stammt
  3. Wenn ja, wird die Bestellung zum Versand an Amazon übermittelt und da versendet
    (übrigens können auch andere Fulfillment-Dienstleister verwendet werden)

Anschließend kann z.B. eine Versandbestätigung übermittelt, der Status im Shop entsprechend geändert und auch eine Rechnung erstellt und versendet werden.

Dadurch können die Vorzüge einer voll-autonomen Abwicklung, wie es mit Billbee und vielen anderen Tools bei Amazon FBA möglich ist auf Multichannel erweitert werden.

Welche Kanäle, welche Versandarten oder Fulfillment-Dienstleister und welcher Grad der Automatisierung gewählt wird, liegt allein in der Hand jedes einzelnen Händlers – der Kreativität und Experimentierfreude sind aber keine Grenzen gesetzt!

Partnerschaft mit PLJ / Sonderaktion für Leser

In einer neuen Partnerschaft arbeiten wir in Zukunft für das Thema Multichannel eng mit Private Label Journey zusammen. Zum Start der gemeinsamen Zukunft haben wir außerdem ein besonderes Highlight für alle Leser von PLJ: Wer sich über DIESEN Link anmeldet, darf sich über eine um 50% verlängerte Testphase bei Billbee freuen: http://www.privatelabeljourney.de/billbee

Artikel von:

David Pohlmann

Head of Business Development – Billbee GmbH

 

Dorothea Whitehead

Dorothea Whitehead

Doro ist seit Juni '17 bei PLJ dabei und kümmert sich hier um die Administration, Blogs und Organisatorisches. Mit Ellis zusammen ist sie selbst begeisterte Amazon-Sellerin und natürlich hat der spannenden Weg zum Amazon-Biz über PLJ begonnen. Doro hat zwei Kinder: "Das Beste ist, dass ich mein Muttersein und das Business hervorragend vereinbaren kann."


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