Eingescannt – schneller Überblick zum Thema Barcode

Eingescannt – schneller Überblick zum Thema Barcode

Beschäftigst du dich gerade zum ersten Mal mit den Informationen, die auf deine Verpackung gehören? Dann ist dir in diesem Kontext sicher auch das Etikett auf Produkten aufgefallen, das gescannt wird. Genau so eine Etikettierung brauchst du für deine Verpackung auch.

Bei der Recherche rund um das Thema Etiketten kann man leicht in Verwirrung geraten, weil es hierzu unglaublich viele Nummern, Abkürzungen und Bezeichnungen gibt.

Dieser Artikel soll dir helfen, sich in dem Bezeichnungs-Wirrwarr zurecht zu finden. Im Folgenden sind die nötigsten Daten kurz und knapp zusammengefasst.

Da das Etikett für deine Verpackung mit einem Barcode versehen sein muss, starten wir auch gleich damit:

 

Barcode

Die Bezeichnung Barcode kommt vom englischen “bar” = Balken. Damit ist der Strichcode gemeint, der auf jedem Produkt aufgedruckt ist und gescannt wird. Durch das Scannen der Striche wird eine Produkt-Identifikationsnummer eingelesen, und das Produkt wird schnell und richtig im Amazon-Lager zugeordnet. Das Barcode-Etikett zeigt die Identifikationsnummer als Strichcode und in Form von Ziffern.

Barcode-Etikett = Strichcode + Identifikationsnummer

Es gibt unterschiedliche Arten von Identifikationsnummern und Barcode-Etiketten – du musst dir überlegen, welche für dein Geschäft am passendsten ist. Die nächsten Erklärungen sollen dir weiterhelfen, die Möglichkeiten besser zu verstehen.

 

Unterschiedliche Identifikations-Nummern

Für uns FBA-Seller ist es zunächst wichtig zu wissen, dass es zwei Arten von Produkt-Identifikationsnummern gibt: solche, die auch bei Amazon verwendet werden können und andere die nur von Amazon benutzt werden.

1. Produkt-Identifikationsnummern, die auch bei Amazon verwendet werden können:

  • GTIN = Global Trade Identification Number (ehemals EAN)
  • EAN = European Article Number
  • UPC = Universal Product Code
  • JAN = Japanese Article Number
  • ISBN = International Standard Book Number = internationale ID nur für Bücher
  • markenspezifische Identifikationsnummern

Achtung: Die Bezeichnungen EAN und GTIN werden oft einfach gleichgesetzt. Das führt Anfänger immer wieder zur Verwirrung. Man kann also GTIN oder EAN sagen ( = EAN/GTIN).

 

2. Amazon-spezifische Identifikationsnummern

  • ASIN = Amazon-Standard-Identifikationsnummer = Produkt-Katalog-Nummer. Eine ASIN wird von Amazon für ein Produkt vergeben. Mehrere Händler können das gleiche Produkt verkaufen; die ASIN bleibt die gleiche.
  • FNSKU = Fullfilment Network Stock Keeping Unit = Produkt-Identifikationsnummer bei Amazon für ein bestimmtes Produkt von einem bestimmten Händler.
    FNSKU = ASIN + Händler
    Mit der FNSKU kann Amazon sogar den Lagerbestand von unterschiedlichen Händlern, die das gleiche Produkt verkaufen (und somit die gleiche ASIN haben) auseinanderhalten.

 

Etikettierung

In den meisten Fällen ist eine FNSKU-Etikettierung für Private Label FBA-Seller der Standard-Weg.

Solltest du dich dafür entscheiden, dann findest du den FNSKU-Barcode für dein Produkt im SellerCentral und kannst ihn von dort aus runterladen. Eine Anleitung hierzu gibt es auf den Hilfs-Seiten des SellerCentral: https://sellercentral.amazon.de/gp/help/200141490

 

Alternativen zur FNSKU-Etikettierung

Gründe, warum man sich gegen eine FNSKU-Etikettierung entscheidet

  • FNSKUs sind nur bei Amazon nutzbar. Sind FNSU-Etiketten bereits auf der Verpackung aufgedruckt und man will später zusätzlich im Einzelhandel verkaufen oder auf andere Kontinente expandieren, wird eine Neu-Etikettierung notwendig.
  • Die EAN-Nummer ist bereits auf der Verpackung aufgedruckt und du willst den Aufwand und die Kosten einer Neu-Etikettierung mit FNSKUs vermeiden.

Wenn du aus solchen Beweggründen auf die FNSKU-Etikettierung verzichten willst, solltest du den Unterschied zwischen dem sog. “getrennten Lagerbestand” und dem “vermischten Lagerbestand” kennen.

Für getrennten Lagerbestand gilt:

  • Das FNSKU-Etikett muss verwendet werden.
  • Wenn bereits ein GTIN/EAN-Barcode auf dem Produkt aufgedruckt ist, muss er mit einer FNSKU überklebt und unkenntlich gemacht werden.
  • Wenn dein Produkt beim Einsenden ins Amazon-Lager noch kein FNSKU-Etikett hat, kannst du Amazon bezahlten, die Etikettierung für dich zu übernehmen. Deshalb heißt es auch manchmal “etikettierter Lagerbestand”.
  • Der Lagerbestand von unterschiedlichen Händlern wird strikt getrennt – selbst dann, wenn mehrere Händler das gleiche ASIN-Produkt ins Amazon-Lager einsenden.

Für vermischten Lagerbestand gilt:

  • Produkt ist mit GTIN/EAN Barcode-Etikett versehen – die FNSKU-Etikettierung fällt weg.
  • Falls du kein Private Label Produkt verkaufst, sondern z.B. Nike-Schuhe, dann kannst du davon ausgehen, dass auch andere Verkäufer die gleiche Ware anbieten (die ASIN ist dann gleich). Bei vermischten Lagerbestand wird nicht nach Händlern unterschieden, welche Ware versandt wird.
  • Es wird die Ware versandt, deren Lager-Standort der Kundenadresse am nächsten ist. Somit kürzere Lieferzeit.

Für manche Produktkategorien erlaubt Amazon nur FNSKU-Etiketten:

Amazon-Strichcodes sind für alle Produkte erforderlich, die nicht über den Hersteller-Strichcode nachverfolgt werden, die über ein Ablaufdatum verfügen sowie für Verbrauchsprodukte und topische Produkte wie Hautcremes, Shampoos und Kosmetikartikel.
https://sellercentral.amazon.de/gp/help/help.html/?itemID=201100910

Informiere dich bitte vorab, ob eine alternative Etikettierung für dich überhaupt in Frage käme.

Nun bleibt nur noch zu klären, wie und wo man einen Strichcode herbekommt, wenn man keine FNSKU-Etikettierung nutzen möchte. Im Internet stehen kostenlose Webseiten zur Verfügung, um Barcodes selbst zu erstellen. Einen solchen Barcode-Generator findest du z.B. unter diesem Link: http://online-barcode-generator.net/.

Anleitung für den Barcode-Generator:

  • http://online-barcode-generator.net/
  • Suche in der Rubrik “QR-Code” die “EAN-13” aus, die häufig für EAN-Barcodes verwendet wird. Für sehr kleine Produkte kann man auch EAN-8 mit 8 Ziffern kaufen, diese sind allerdings teurer als die EANs mit 13 Ziffern.
  • In das Feld “enter contents” gibst du nun deine EAN-Nummer ein, die du zuvor bei GS1 gekauft hast.
  • Dann siehst du wie ein “Ticket” gedruckt wird und unterhalb des Tickets findest du 4 Möglichkeiten, deinen neuen Barcode runterzuladen. SVG oder auch PNG bieten sich gut an.
  • Möchtest du erneut einen Barcode generieren, klickst du auf “cut down” und der Prozess beginnt von vorne.

Barcode Größe:

Hoffentlich hat dir diese Übersicht geholfen, einen besseren Überblick zu bekommen und du weißt nun, wie du das mit den Etiketten anstellen sollst. 🙂

 

Dorothea Whitehead

Dorothea Whitehead

Doro ist seit Juni '17 bei PLJ dabei und kümmert sich hier um die Administration, Blogs und Organisatorisches. Mit Ellis zusammen ist sie selbst begeisterte Amazon-Sellerin und natürlich hat der spannenden Weg zum Amazon-Biz über PLJ begonnen. Doro hat zwei Kinder: "Das Beste ist, dass ich mein Muttersein und das Business hervorragend vereinbaren kann."


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