FBA starten und skalieren mit kleinem Budget

FBA starten und skalieren mit kleinem Budget

Amazon FBA ist eine Kapital intensives Geschäftsmodell.

Berichte die von einem Start mit 500€ erzählen sind eher die Ausnahme und du solltest dich darauf nicht verlassen.

Markus Winterscheidt erklärt dir hier gerne wie man das macht.

Zumindest einige tausend Euro musst du zu Beginn schon auf der Seite haben um einen vernünftigen Start hinzulegen mit einer reellen Chance auf Erfolg.

Aber wie testest du so neue Produkte oder skalierst dein Business und erweiterst dein vorhandenes Sortiment?

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

The american Way of Warenvorfinanzierung 😉

Der FBA Trend ist vor einiger Zeit aus den USA zu uns nach Europa übergeschwappt, von daher finden sich wesentlich mehr Erfahrungsberichte von der anderen Seite des großen Teichs als hier bei uns. Ähnlich sind die Probleme dort aber auch für die US Seller auf Amazon.

In Amerika ist es fast selbstverständlich eine Kreditkarte im täglichen Leben oder auch für geschäftliche Zwecke zu nutzen. Dort gibt es sogar Menschen die eine Kreditkarte dann mit der nächsten bedienen – das würde ich dir ausdrücklich NICHT empfehlen da du dich dann wirklich schnell verzettelst. Dennoch ist eine Kreditkarte ein legaler und normaler Weg liquide zu bleiben und ein paar Tage Cashflow zu überbrücken.

Du kannst also währen du auf dein Weihnachtsgeld, eine angeforderte Auszahlung von Amazon oder andere verlässliche Geldeingänge wartest damit deine Ware vorfinanzieren.

Lokal einkaufen

Je lokaler du einkaufst um so größer ist die Chance das du kleinere Mengen bestellen kannst. Sei es der Großhandel, eine deutsche oder auch europäische Firma die direkt herstellt oder Restposten im örtlichen Supermarkt. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle Lieferzeit das heißt du kannst in kurzer zeit nachbestellen und musst keine 8 Wochen auf ein Schiff aus China warten.

Mit dieser Methode kannst du auch Produkte antesten und später in China bestellen wenn du sicher bist ob sich der Aufwand lohnt.

Gerade Dinge wie Spielzeug, Lebensmittel oder auch Holzprodukte lassen sich häufig einfacher in Europa einkaufen weil dort direkt alle Richtlinien eingehalten werden. In China erfordert es mehr Aufwand und teilweise auch Diskussionen und Kosten den Lieferanten dazu zu bewegen deutsche Richtlinien zu erfüllen.

Suche Nischen Lieferanten

Falls du trotzdem gerne in China sourcen möchtest macht es Sinn Lieferanten auszusuchen die mehr als nur ein Produkt in deiner Nische herstellen. So kannst du bessere Preise bekommen und vielleicht auch kleinere MOQ aushandeln. Dein Lieferant möchte gerne das die MOQ 500Stk oder sogar 1000 Stk ist aber du würdest gerne 5 Produkte ausprobieren – das machen deine Finanzen nicht mit.

Wenn du nun bereits eine Beziehung zu diesem Lieferanten aufgebaut hast durch dein erstes Produkt beispielsweise kannst du mit ihm reden und Fragen ob er sich auf einen Mindestbestellwert einlässt. Du sagst ihm also dein Budget wäre 5000€ und dafür würdest du gerne bestellen. Nicht ein Produkt sondern kleinere Stückzahlen von verschiedenen Artikeln, insgesamt zahlst du aber soviel wie in einer größeren Bestellung.

Da die Chinesen ebenfalls gerne langfristig mit dir arbeiten und wachsen wollen sind deine Chancen hier ganz gut. Ich habe diese Taktik bereits mit Erfolg angewendet und es erleichtert das Sourcen enorm da du weniger Hersteller hast mit denen du kommunizieren musst. Das bedeutet allerdings nicht du sollst alle Eier in einen Korb legen, es ist immer ratsam einen zweiten Hersteller für das gleiche Produkt zu haben falls einer ausfällt aus den verschiedensten Gründen.

Der Klassiker

Der älteste Trick der Welt:

Benutze Aliexpress anstatt Alibaba um nur wenige Einheiten zu bestellen und einen Test zu fahren. Nachteil ist das du vermutlich keine angepassten Artikel mit deinem logo erhältst, sondern nur generische Einheiten ohne Branding. Da es aber nur um einen ersten Markttest geht ob sich der Artikel verkauft dürfte das ausreichen.

Alternativ kannst du auch selber Aufkleber anbringen oder die Produkte in bedruckte Tüten umfüllen sobald du sie in der Hand hast.

Auf Aliexpress kannst du oft schon ab einer Einheit bestellen (ob das viel Sinn macht sei mal dahin gestellt 😉 ) und so verschiedenen Produkte auf einmal testen. Später kannst du dann leicht skalieren weil in der Regel der gleiche Hersteller auch Private Label Versionen seiner Produkte anbietet.

 

 

Philip K.

Philip K.

Philip Kleudgen schreibt den Blog auf privatelabeljourney.de wo er anderen Amazon Verkäufern hilft ihr Business auszubauen. Außerdem betreibt er amaclick.de wo er Amazon PPC Coaching und Dienstleistungen anbietet. Privat ist er Vater einer kleinen Tochter, VW Bus Fan und selbst begeisterter Amazon Verkäufer.


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2 comments

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  1. Vik
    Vik 13 May, 2017, 20:26

    Hey, guter Beitrag!,
    In Zusammenhang mit dem Artikel habe ich folgende Frage:
    Wieviel Einheiten sollte ich bestellen, wenn ich einigermaßen verlässliche Werte haben will, ob ein Produkt gutes Potenzial hat? Wenn man den erhöhten Bezugspreis zahlt und noch gute Fotos machen muss, kommt da schon einiges an “Investition” zusammen. Wieviele Produkte sollte man demnach auf einmal testen? In meinem Fall habe ich schon ein gut laufendes Produkt und tue mich schwer dabei, mich für das nächste in der Nische zu entscheiden Mein Lieferant hat auch gutes Potenzial. Habt ihr Tipps?

    PS: Dazu ein Beitrag wäre mal toll, habe ich noch nirgendwo gesehen!

    Liebe Grüße

    Reply this comment
    • Philip K.
      Philip K. Author 18 May, 2017, 17:12

      Hi Vik,

      das hängt natürlich sehr stark davon ab in welcher Nische du unterwegs bist und ob du noch Einheiten einplanst zum launchen etc. Für einen kleinen Test bei dem du hauptsächlich über PPC launchst mit einer Hand voll Reviews reichen wohl 100-200 Einheiten. Diese wirst du kaum profitabel herbekommen aber um den Markt zu testen sollte das genug sein.

      Reply this comment

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