Launch – Manege frei für dein Produkt!

Launch – Manege frei für dein Produkt!

„Die Einführung eines neuen Produktes oder einer neuen Marke wird als Launch bezeichnet.“

Im Lebenszyklus deines Private Label Produktes ist wohl kein anderer Zeitpunkt so spannend, nervenaufreibend und wichtig, wie der Launch.Wenn du dein Produkt in den Markt einführst, hast du im Grunde zwei Möglichkeiten:

  1. Du machst das still und heimlich
  2. Du machst das mit ordentlichem Krach!

Ich persönlich liebe Variante 2 und erkläre dir in diesem Beitrag, wie ich das mache!

Keiner schaut hin!

Du hast die bisherige Zeit damit verbracht, den Verkauf deines Produktes und die Bekanntmachung deiner Marke vorzubereiten. Mit dem Launch wird nun das Geheimnis um dein Produkt gelüftet. Der Vorhang öffnet sich!

Nun zeigt sich, ob sich deine Vorbereitungen bezahlt machen, ob die Kunden dieser Welt dein Produkt genauso genial finden wie du? Ich bin mir sicher, du hast gute Arbeit geleistet und ein Top Produkt entwickelt. Es bleibt aber trotzdem eine entscheidende Frage:

Woher soll Dein Kunde wissen, dass er dein Produkt haben will?

Du musst dafür sorgen, dass sie davon erfahren! Im Folgenden will ich Dir verschiedene Bausteine erklären, die ich bei meinem Launch nutze. Der war übrigens am 15.07.2016 um 18 Uhr. In den ersten 4 Stunden hatte ich bereits 9 Sales! Die weiteren Ergebnisse werde ich in naher Zukunft auf meinem Blog vorstellen.

Meine Launch-Bausteine:

Der Fotograf

der FotografFotos sind für eine gelingende Kampagne ohne Zweifel essentiell. Du brauchst sie später in deinem Amazon Listing, sie sind aber auch bereits in der Launch-Phase ein wichtiger Bestandteil. Ich behaupte mal, dass die wenigsten FBAler auch Profi-Fotografen sind. Bevor du nun selbst anfängst Fotos zu machen, rate ich dir, in sehr gute Fotos zu investieren! Man merkt den Unterschied! Bei der Wahl des Fotografen habe ich darauf geachtet, dass er auch etwas von Social Media versteht, d.h. dass er z.B. einen eigenen FB-Auftritt hat. Warum? Dazu weiter unten mehr!

Neben Detailaufnahmen, die später freigestellt werden müssen, sind Aufnahmen wichtig, die dein Produkt im Einsatz zeigen. Je nach Produkt kannst du hier auch direkt ein Modell buchen. Ich hatte das so gemacht! Die Fotos müssen Emotionen in deinen Kunden wecken. Diese sollten sich in den Bildern wiederfinden. Überlege also, was dein Produkt besonders macht und gestalte die Aufnahme entsprechend. Hebe die Vorteile von deinem Produkt bewusst vor! Im Buch „Launch“ von Jeff Walker wird dieses Phänomen übrigens prima erklärt. Absolut empfehlenswert!

Wenn du den Fotografen ja nun schon gebucht hast, mache gleich auch Aufnahmen, die du später für Werbeanzeigen nutzen kannst. Sei hier ruhig etwas provokant und ausgefallen, dein Fotograf hat bestimmt gute Ideen. Keiner steht auf langweilige Werbung.

 

Influencer

„To influence“ bedeutet „beeinflussen“. Es geht also darum, deine Kunden zu positiv zu beeinflussen. Und sie zum Kauf deines Produktes anzuregen. Influencer-Marketing ist ein sehr mächtiges Werkzeug und im Web besonders einfach einsetzbar.

Das Prinzip ist folgendes: Du suchst dir Personen (Influencer), die bei deiner Zielgruppe aktiv sind und dort bereits großes Vertrauen genießen. Du machst mit ihnen aus, dass sie dein Produkt testen und es danach in der ihrer Community vorstellen. Im Einzelnen kann das sehr unterschiedlich aussehen. Ich bin mit vier Bloggern in Kontakt getreten, die ich über Google und Facebook ausfindig gemacht habe. Ich habe ihnen mein Produkt und mein Vorhaben, es zu launchen erklärt und sie darum gebeten, einen Testbericht auf ihrem Blog zu veröffentlichen. Das Produkt erhielten sie natürlich kostenlos. Außerdem gab es für jeden noch ein zweites Exemplar, das im Anschluss verlost wird. Somit war eine Win/Win Situation geschaffen. Werbung für mein Produkt und Traffic für den Blogger. Vorstellbar wären auch youtuber gewesen, die dein Produkt testen und es auf ihrem Kanal präsentieren und und….

Je größer die Reichweite der Influencer ist, desto größer wird die Wirkung für dein Produkt sein. Die Influencer sind sich durchaus über Ihre „Macht“ bewusst und es gehört ein wenig Fingerspitzengefühl und Kommunikationsgeschick dazu, sie auf deine Seite zu bekommen.

Mein Tipp: Spiele mit offenen Karten und biete ggf. eine Gegenleistung an.

Ich hatte es im vorherigen Abschnitt schon angesprochen: Mein Fotograf ist extrem stark in Facebook aktiv und hat eine riesige Reichweite. Wenn alles gut läuft, wird er die Fotos aus dem Shooting auf seiner Seite posten und über einen Affiliate Link direkt zu meinem Produkt auf Amazon weiterleiten. Auch hier entsteht also wieder eine Win/Win Situation.

Auch hierzu gibt es natürlich weiterführende Literatur. Ein Artikel im Upload-Magazin hat mir besonders gut gefallen.

 

E-Mail Listen aufbauen

Wohin schauen alle Internet-Nutzer täglich? In ihr E-Mail Postfach! Werbemails haben heutzutage zwar einen eher miesen Ruf, trotzdem sind sie eine unheimlich effektive Methode, um persönlich in die Köpfe der Kunden zu kommen. Mit einer gut gestalteten E-Mail erreichst du relativ einfach gute Convertionrates und kurbelst die Verkäufe deines Private-Label Produktes massiv an. Gerade für den Launch ist das ein prima Vorgehen.

Es ist allerdings in Deutschland nicht erlaubt, einfach willkürlich Werbemails an fremde Adressen zu versenden. Dies darfst du nur dann machen, wenn dir die Empfänger im Vorfeld freiwillig ihre E-Mail Adresse mitgeteilt haben und bestätigt haben, dass sie Besitzer davon sind. Zum Glück gibt es zahlreiche Anbieter im Netz, die dir die Umsetzung dieser Regelung abnehmen. Vor allem unterstützen sie dich auch dabei, die gesammelten Adressen zu verwalten und komplette E-Mail Funnels zu organisieren. Bitte informiere dich im Netz über die genialen Möglichkeiten, wenn E-Mail Marketing etwas Neues für dich ist. Literatur habe ich eher wenig gefunden. Denkbar wäre „E-Mail Marketing: Das umfassende Praxis-Handbuch“ von René Kulka.

Anbieter von E-Mail Services sind z.B. die folgenden:

Klick-Tipp

Premium Anbieter mit vielen Funktionen und Automationsmöglichkeiten. Über diesen Anbieter habe ich gerade kürzlich auf seitengasse berichtet.

Mailchimp

Bis 2.000 E-Mail Adressen kostenlos aber ohne Premium-Funktionen. Nur auf Englisch nutzbar. Für den Einstieg find es ich es gut geeignet.

Was habe ich aber nun damit angestellt?

Ca. eine Woche vor dem Launch-Datum habe ich in Facebook zwei Werbeanzeigen geschaltet. Beide enthielten die gleiche Message: Die Aufforderung sich in meine E-Mail Liste einzutragen, um sich einen Einführungsrabatt von 10€ zu sichern! Außerdem erklärte ich, dass alle eingetragenen Personen an einer Verlosung von zwei Exemplaren meiner Produkte teilnehmen. Die Anzeigen unterschieden sich lediglich durch die verwendeten Bilder. Zwei Tage später habe ich ausgewertet, welche Anzeige besser ankommt. Die „Verlierer“-Anzeige hatte ich dann abgeschaltet. Bis zum Ende der Woche füllte sich meine Liste auf sagenhafte 131 Adressen! Damit ließ sich gut arbeiten.

Tipps zum Erstellen von guten, auf deine Zielgruppe angepassten FB-Ads gibt dir Philip von Private Label Journey.

Ich bin der Meinung, dass die meisten Menschen abends ihre E-Mails checken. Glücklicherweise erhielt ich pünktlich am 15.07. die Info von Amazon, dass meine Produkte eingebucht sind. Ich startete am gleichen Tag um 18 Uhr eine E-Mail Kampagne. Ich informierte, dass die Produkte verfügbar sind und teilte allen Empfängern den versprochenen Gutscheincode mit. Als Anmerkung zum Preis: Ich fahre eine Hochpreis-Strategie. Mein Ziel-Verkaufspreis war natürlich der, der nach Abzug des Gutscheins übrig blieb! Das Produkt wirkt so aber noch wertiger und der Gutschein löst in vielen den Drang aus, jetzt erst recht zuzuschlagen.

Innerhalb der ersten 24h verkaufte ich 22 Exemplare meines Produktes! So hatte ich mir das vorgestellt.

 

Fazit

Der Launch meines Produktes hat riesig Spaß gemacht und ich habe die anfänglichen Sales extrem gepushed. Dies kam natürlich direkt meinem BSR zu Gute. Gleich nach dem ersten Tag lag er bei 457 in einer gut besuchten Kategorie 😉

Meine nächste Aufgabe ist es nun, die Sales auf diesem Level zu halten. Meine Anstrengungen, externen Traffic auf das Angebot zu leiten will ich dabei aber zurückfahren. Die Sales sollten in erster Linie auf Amazon selbst generiert werden. Für den nächsten Launch überlege ich mir, ob ich die gleiche Hochpreis-Strategie in Kombination mit Gutscheinen noch einmal anwende. Diese Taktik ist gut für extern generierte Sales, aber eher schlecht für „intern“ generierte Verkäufe.

Wie habt ihr euren ersten Launch gestaltet? Ich bin gespannt auf eure Strategien.

Daniel Wiegand

Daniel Wiegand

Motiviert durch die Überzeugung, dass es mehr im Leben gibt als einen 9-to-5 Job, habe ich bereits einige Geschäftsmodelle erprobt und bin nun auf dem Weg zum erfolgreichen Amazon FBA Seller. Meine Erfahrung, Erfolge und Rückschläge, die ich im Online Business erlebe, teile ich auf meinem Blog www.seitengasse.de.


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1 comment

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  1. mahluni
    mahluni 30 July, 2016, 20:46

    Coole Sache Daniel!
    Werde deinen Blog im Auge behalten :-{)
    Weiterhin viel Erfolg

    LG
    Markus

    Reply this comment

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