PPC für Profis – Amazon PPC (Teil #3)

PPC für Profis – Amazon PPC (Teil #3)

Du hast es geschafft. Verkäufe kommen täglich rein.

Deine Amazon PPC Auto Kampagne brummt. Eine Basis an Bewertungen ist vorhanden, jede Woche kommen neue.

10 Sales am Tag. Wow. Aber was jetzt?

Wenn du dein Produkt wirklich anschieben willst um es aufs nächste Level zu schaffen, musst du dafür Schweiß und Geld investieren.Oder in diesem Fall Zeit und Geld. Einer der einfachsten Wege um deine Verkäufe weiter zu steigern ist die exzessive Nutzung und Optimierung von Amazon PPC. Falls du dieser Artikelserie gefolgt bist hast du bereits eine Menge profitable Keywords gefunden und auch schon die ersten Kampagnen aufgesetzt.

Aber das reicht nicht. Sicher, du bist jetzt schonmal einen Schritt weiter als jeder der selbst für die Basics zu faul war, aber mit ein bisschen Mühe überholt dein Konkurrent dich morgen.

Hier gilt es massiv einzugreifen. Genau für diese Situation stellen wir dir heute ein paar Tipps vor die über das hinausgehen was du vielleicht schon kennst oder ausprobiert hast.

Kreative PPC Kampagnen und Optimierungsmöglichkeiten

Da es neben Marketplace Analytics* im deutschen Raum kaum Amazon PPC Tools gibt, ist ein großer Teil der folgenden Vorschläge manuell auszuführen, dennoch kann es sich lohnen. Alternativ kannst du natürlich das Ganze an einen VA auslagern.

#1 Schichtarbeit

Diese Methode ist so simpel wie effektiv:

Das Kaufverhalten auf Amazon unterscheidet sich zu jeder Jahres-, aber auch Tageszeit. Das bedeutet abends shoppen andere Menschen als tagsüber. Verschieden Altersklassen, Jobs und Lebensabläufe zwingen Menschen ihre online Aktivitäten auf bestimmte Zeitfenster zu legen. Das wollen wir nutzen.

Teile deine Kampagnen auf z.B. in 12h Blöcke und lasse eine Kampagne von 08:00 bis 20:00 Uhr laufen und die andere mit identischen Keywords von 20:00 bis 08:00 Uhr.

Achtung: Die Kampagnen starten teilweise zeitverzögert du hast also ein bisschen Verschiebung drin. Laut PPC Experte Bryan Johnsson zwischen 15min und 4h sind möglich bevor Amazon wirklich Anzeigen schaltet!

Dadurch merkst du zu welchen Tageszeiten deine Kunden kaufen oder auf bestimmte Begriffe reagieren. Wenn du sehr motiviert bist und viel zeit hast (oder einen guten VA) kannst du auch 6h Blöcke einteilen oder Montag bis Freitag und Wochenende unterscheiden. Die wenigsten deiner Konkurrenten haben solche Systeme eingerichtet und eventuell kann dir diese Taktik in unterschiedlichen Varianten bereits zu günstigeren PPC Preisen oder einfach höherer Conversion verhelfen.

#2 Auto Kampagne stapeln

Auto Kampagne stapelnStapeln? Ja genau. Bau dir einen Turm aus Autokampagnen um verschiedene Bereiche abzudecken. Der Unterschied hier liegt einfach in der Höhe der Gebote. So findest du vielleicht für 1€ pro Klick die meisten Keywords aber nicht unbedingt die besten. Vielleicht gibt es für zwei Euro pro Klick Schlüsselwörter die auf Amazon weniger gesucht werden aber eine sehr hohe Conversion Rate besitzen.

Vom Ablauf her funktioniert es ganz einfach:

Starte eine auto Kampagne mit niedrigem Gebot bis 1€/Klick zum Beispiel. Lass sie 7-14 Tage laufen und werte aus. Schlechte Keywords wie immer als negativ hinzufügen, gute raussuchen und eventuell manuelle Kampagnen dafür einrichten.

Die originale Autokampagne bis 1€/Klick kann dann trotzdem weiterlaufen und wird vielleicht noch neue Keywords finden mit der Zeit. Zusätzlich kannst du nun eine weitere Autokampagne schalten mit bis zu 2€/Klick um zu sehen welche Keywords sich dort verbergen. Schlechte Keywords aber auch Schlüsselworte die bereits bekannt sind und für unter 1€ z.B. für 0,50€/Klick einen guten ROI abgeben solltest du von vorne herein als negativ hinzufügen bei dieser teureren Kampagne.

So finden sich dann mit der Zeit in dieser Kampagne nur teurere Keywords wieder. Das macht gerade für hochpreisige Produkte Sinn, aber auch für kleinere Private Label Produkte wenn die Conversion Rate hoch genug ist.

#3 Preise testen

Preise anpassenNicht gleich stöhnen und sagen ” hab ich schon gemacht” sondern erstmal zuhören.

Wenn du deinen Preis veränderst hat das auch immer Einfluss auf dein Conversion Rate – positiv oder negativ. Dieser Einfluss lässt sich problemlos herunterbrechen auf einzelne Keywords. Das bedeutet für dich folgendes:

Falls du dein PPC (wie die meisten Verkäufer) zu Beginn deiner Private Label Journey eingestellt und optimiert hast, sind mittlerweile viele Keywords rausgeflogen oder auf der negativ Liste gelandet weil sie zu teuer waren.

Jetzt hast du aber heute deinen neuen Preis festgelegt und deine Conversion für diese Keywords hat sich total verändert. Vielleicht finden die Kunden dein Produkt für einen anderen Preis jetzt auch für ehemals unprofitable Keywords interessant. In diesem Fall solltest du eine neue Kampagne oder ein Anzeigen Set starten in dem du diese alten “schlechten” Keywords nochmal ausprobierst. Besonders geeignet sind solche die du aussortiert hast weil sie zwar viele Klicks aber keine Sales produziert haben. Für weniger Geld kaufen die Kunden auf Amazon dann vielleicht doch und das PPC wird wieder profitabel.

Amazon PPC ist NICHT “Set it and forget it”

Wie du vielleicht schon an den vorherigen Strategievorschlägen gemerkt hast, gibt es eigentlich immer Möglichkeiten an deinem PPC Account und den Kampagnen herum zu basteln und zu optimieren. Ähnliche Taktiken wie oben beschrieben mit den Preisen funktionieren beim testen von Bildern, Titel, backend Keywords oder Bullet Points. Hier sind deiner Kreativität wirklich keine Grenzen gesetzt. Lege ein Budget fest das für dich Sinn macht und experimentiere einfach mal herum. Wenn du etwas gefunden hast das funktioniert kann das für dich sehr profitabel sein und dich von den Mitbewerbern abheben.

Du hast noch andere Ideen und Vorschläge für kreatives Amazon PPC?

Dann lass es uns wissen und teile deine Tipps in den Kommentaren mit uns 🙂

 

Philip K.

Philip K.

Philip Kleudgen hat bis Juni 2017 den Blog auf privatelabeljourney.de geschrieben, wo er anderen Amazon Verkäufern hilft ihr Business auszubauen. Seitdem betreibt er amaclick.de wo er Amazon PPC Coaching und Dienstleistungen anbietet. Privat ist er Vater einer kleinen Tochter, VW Bus Fan und selbst begeisterter Amazon Verkäufer.


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2 comments

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  1. Homefries
    Homefries 4 June, 2016, 21:30

    Hallo,..
    wie kann ich die in Schritt 1 beschriebenen Zeitblocks denn einstellen? Ich finde dazu keinerlei Funktion bei Amazan.
    Besten Dank!

    Reply this comment
    • Philip K.
      Philip K. Author 6 June, 2016, 21:45

      Hi,

      die kann man leider momentan nicht einstellen. Da musst du manuell die Anzeige pausieren und anschalten oder dir einen VA anheuern.

      Gruß Philip

      Reply this comment

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