Traffic Quellen für Amazon FBA Listings

by Thomas Albiez | 4. June 2015 14:41

Einfach ein Produkt bei Amazon einstellen und nichts mehr machen: Schön wär´s!

Wenn dein Produkt erstmal bei Amazon im Lager eingetroffen ist und dein Listing bereit ist, dann beginnt ein weiterer wichtiger Abschnitt.

Teil 1 deines ersten FBA Projektes ist abgeschlossen. Jetzt beginnt der zweite Teil.

Hoffentlich bist du darauf vorbereitet und hast schon so viel wie möglich in die Wege geleitet, dass du zu diesem Zeitpunkt nicht bei Null beginnen musst:

Die wichtigsten Kanäle bedienen: Woher kommen die Kunden?

Besonders zu Beginn, ohne Sales und Reviews kannst du dich nicht darauf verlassen, für normale Suchabfragen bei Amazon gefunden zu werden. Letztendlich ist dies jedoch das Ziel:

Kunden mit unterschiedlichen Suchabfragen “organisch” auf dein Listing zu bekommen. Wenn diese organischen Kunden dein Produkt kaufen geht keine Marge an Marketing verloren.

Bis dies aber geschieht musst du ordentlich Zeit, Energie und auch Geld investieren, um dein Produkt in Fahrt zu bringen.

Folgende Vorgehensweise führt dich nach und nach an dein Ziel: 

Schritt 1 “Bitten”

Freunde und Verwandte nötigen, biss du mindestens 10 (Deutschland) bzw. 25 (Amerika) Reviews hast. Diese Werte sind sehr stark davon abhängig in welcher Nische sich dein Produkt befindet.

Du kannst dein Produkt kostenlos vorbei bringen oder du kannst deine Bekannten dein Produkt direkt auf Amazon bestellen lassen.

Geschickt ist es einen Werbe-Code auf Amazon zu erzeugen, so dass deine Freunde & Bekannte nur den Versand bezahlen müssen. So sind sie eher gewillt dir aus zu helfen und Feedback zu geben.

Generell können deine Kontakte dein Produkt auch bewerten, ohne es zu kaufen. Diese Tatsache wird dann aber in der Bewertung angezeigt.

Bitte immer um eine ehrliche Meinung. Direkt nach einer 5 Sterne Bewertung zu fragen verstößt gegen die Richtlinien von Amazon.

Amazon ist clever und findet teilweise heraus das es sich bei den Bewertern um deine Freunde handelt. Es kann also sein, dass nicht alle Bewertungen für immer bleiben. Das macht aber nicht so viel aus: durch die ersten Bewertungen sammelst du Glaubwürdigkeit bei den organischen Kunden.

Die ersten Positiven Bewertungen sind unglaublich wichtig um Kunden davon zu überzeugen, dass dein Produkt etwas drauf hat. Die Conversion-Rate (Verhältnis von Nutzern die dein Listing betrachten zu Nutzern die dann auch tatsächlich kaufen) lässt sich mit vielen positiven Bewertungen drastisch steigern.

Mit 10-25 Bewertungen geht es über zum zweiten Schit

Schritt 2 “Werben” 

Amazon PPC (pay per click)

Wenn du nach Produkten auf Amazon suchst sind am Ende der Ergebnisse immer zwei Produkte gelistet die den Zusatz haben “Gesponserte Produkte”. Das bedeutet Werbung. Wenn du auf dieses Listing klickst, bezahlt der Anbieter einen variablen Betrag an Amazon.

Amazon gibt dir also die Möglichkeit von Anfang an auf der ersten Ergebnis Seite zu erscheinen! Dementsprechend für welches Produkt du dich entschieden hast, können die Preise für einen Klick des Interessenten variieren.

So bekommt dein Listing von Amazon Aufmerksamkeit und du wirst zum ersten Mal wahrgenommen. Wenn nun nach einem Keyword sucht und anschließend auf deine Anzeige klickt und kauft…bedeutet das für Amazon:

Dieses Produkt scheint dem Kunden zu gefallen der nach XY gesucht hat. Wir sollten das Produkt weiter vorne in der Suche platzieren!

So kannst du dich Schritt für Schritt mit Werbung nach vorne kämpfen.

Deine PPC Kampagne braucht ne ganze Menge Keywords, die du nach und nach verbessern kannst. SECockpit[1] und AMZShark[2] sind interessante Tools zur Keyword Analyse.

Im Laufe der Kampagne kannst du an  deinem Budget, den Keywords und der generellen Ausrichtung feilen.

Ziel ist es durch die Kampagnen in der organischen Suche höher platziert zu werden. Du gibst Amazon wonach es sucht: Verkäufe zu relevanten Keywords. Solange deine Werbekampagnen also kein Minus machen lässt du sie laufen.

Ziel ist es also nicht mit den Kampagnen direkt Geld zu verdienen, sondern dein Listing besser in der Suche zu platzieren!

 

Schritt 3 “Pushen”

Im Klartext: Promotion-Codes an deine Zielgruppe verteilen

Du hast dich positioniert und dein Produkt im Markt platziert. Jetzt gilt es Amazon zu füttern! Amazon möchte Sales sehen, so viele wie möglich.

Umso mehr du verkaufst umso weiter vorne in den Suchergebnissen erscheint dein Produkt.

Um diesen Algorithmus in Schwung zu bringen und eine Aufwärts-Spirale zu erzeugen wird es Zeit für den letzten Schritt: den Push!

Es wird Zeit dein Produkt günstig bzw. umsonst an deine Zielgruppe weiter zu geben. Hierfür kannst du entweder auf Dienstleister wie AMZ Stars[3] (in Deutschland) oder Tomoson[4] (in Amerika) zurück greifen.

Alternativ kannst du auch über Facebook Gruppen, Blogs etc. an deine Zielgruppe und Influencer herantreten und dort dein Produkt reduziert anbieten. Oder du schickst eine Rundmail an deine E-Mail Liste, falls vorhanden.

Ziel ist es über mehrere Tage stetig Sales zu generieren um den Algorithmus zu füttern!

Der generierte Code darf NUR EINMALIG nutzbar sein, um zu verhindern, dass Schnäppchenjäger deinen kompletten Vorrat kaufen!

 

Was gibt es sonst noch?

Je nach Produkttyp gibt es eine Vielzahl anderer Vermarktungsstrategien.

Der Fokus sollte am Anfang auf Amazon liegen. Hier ist das Potential am größten…Erst wenn du Amazon ausgereizt hast solltest du mit anderen Kanälen spielen.

 

Nicht alles gleichzeitig

Fokussiere dich auf die 3 Schritte und reize sie aus! Da geht einiges!

Starte also mit 10 guten Reviews von Freunden und Bekannten. Dann kannst du mit Amazon PPC durchstarten. So bist du in einer sehr anständige Ausgangslage. PPC kannst du laufend optimieren!

Gleichzeitig musst du immer weiter dein Listing optimieren, um möglichst viel aus der Werbetrommel zu schöpfen.

Ändere hierfür immer nur ein Detail deines Listings (z.B. ein Bild, den Preis oder einen Selling Point) und schaue nach 7 Tagen ob es zu einer Steigerung der Conversion-Rate und Sales geführt hat.

Wie machst du das?

Wie ist deine Strategie? Hast du schon Erfahrungen oder Erfolge mit dem Pushen von Amazon Listings. Ich freue mich über alles Feedback, was ich bekommen kann!

Endnotes:
  1. SECockpit: http://secockpit.com/de/
  2. AMZShark: https://amzshark.com/
  3. AMZ Stars: http://amzstars.com/b2b/de/
  4. Tomoson: https://www.tomoson.com/

Source URL: http://privatelabeljourney.de/traffic-quellen-fuer-amazon-fba-listings/